1: Spendensammlungsverbot gegen Europäischer Tier- und Naturschutz e. V.
2: Sachsen: Über 2,7 Millionen Euro Geldauflagen für einen guten Zweck
3: Wie viele Vereine gibt es in der Schweiz?
4: 7,9 Millionen Euro Geldauflagen 2009 in Hessen
5: 24-Stunden-Webinar „Wir sind Umsatz“ zugunsten Charity-Projekts
6: Radiowerbung für Non-Profit-Organisationen
7: „Bürgerarbeit ist konsequentes Fördern und Fordern“
8: Deutscher Engagementpreis 2010
9: Gold-Award für das Charity-Magazin „HelpTheWorld-NOW“
10: Ehrenamtskarte mit Versicherungsschutz
11: Keine Spendensammlungen des Vereins Helfen-Hilft-International e.V. in Rheinland-Pfalz
12: Initiative Transparente Zivilgesellschaft
13: Transparenz gemeinnütziger Organisationen
14: Bibel TV dankt 32.000 Spendern
15: Transparenzsystem zur Bewertung von Hilfsorganisationen
16: Hilfsprojekte profitieren von Deutschlands erstem karitativen Mobilfunkangebot
17: Aktion Mensch legt ihren ersten Jahresbericht vor
18: Über 6 Millionen Euro für gemeinnützige Einrichtungen
19: PHINEO möchte Transparenz im Spendenmarkt schaffen
20: Deutscher Spendenrat verabschiedet neue Grundsätze
21: 15.000 Euro für Förderpreis „Beispielhafte Hilfe für kranke Kinder“
22: 2,27 Millionen Euro Geldauflagen im OLG-Bezirk Celle im Jahr 2009
23: Gericht bestätigt landesweites Sammlungsverbot der ADD
25: 1,77 Millionen Euro gingen 2009 an gemeinnützige Vereine
26: Kooperation im Online-Fundraising
27: Der Goldbär hat ein Herz für Kinder
28: Postkarten für den guten Zweck
29: Spendenmonitor Schweiz 2009
30: Schwitzen statt Sitzen findet großen Zuspruch
31: HelpCard-Geschenkkartenshop
32: Spendensammlungsverbot gegen den Verein Kinderkrebsvorsorge e.V. mit Sitz in Saarbrücken
33: Malteser und Wöhrl nehmen wieder gut erhaltene Kleidung und Schuhe entgegen
34: Förderpreis der Hamburg-Mannheimer-Stiftung
35: 29 Jahre HanseMerkur Preis für Kinderschutz
36: Soziale Projekte von Kindern und Jugendlichen gesucht
37: „Deutscher Spendenmonitor“ 2009: Zahl der Spender gesunken
38: Aufteilung der Geldauflagenzuweisungen 2008 in Baden-Württemberg
39: Förderpreis Aktive Bürgerschaft 2010
41: Weltverbessern à la Web 2.0
42: Transparenzpreis 2009 für Deutsche Welthungerhilfe
43: Welche sozialen Einrichtungen brauchen tatkräftige Hilfe?
44: Der Hilfe auf die Sprünge helfen
46: Altkleider-Spendenplattform im Internet
48: Online-Fundraising per sofortüberweisung.de
49: Mc Donald's: Hilfe für schwer kranke Kinder
50: „SOS-Fahrtreppe“ für mehr Patenschaften
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Der Hauptpreisträger
Die Kulturbrücke Hamburg e. V. organisiert seit 2005 in den Sommer- und Weihnachtsferien einen „kostenlosen und unbezahlbaren“ interkulturellen Austausch für Neun- bis 14-Jährige in der Elbmetropole. „Switch - in 4 Tagen um die Welt“ heißt das völkerverständigende Jugendprojekt, das mit dem Hauptpreis für das Jahr 2009 in Höhe von 20.000 Euro ausgezeichnet wird. Über 600 Kids aus 50 Nationen wurden bislang auf spannende „Weltreisen“ in der eigenen Stadt geschickt. In Hamburg, wo Menschen aus mehr als 180 Ländern leben und wo 50 Prozent aller Kinder einen Migrationshintergrund haben, wird das Angebot gut angenommen. Die Organisatoren stellen dazu immer Vierergruppen zusammen, bestehend aus einem deutschen Kind und drei weiteren Gleichaltrigen mit anderen kulturellen und nationalen Wurzeln. Gemeinsam mit ihren Eltern organisieren die Gastgeberkinder an vier aufeinanderfolgenden Tagen „ihren“ jeweiligen Nationaltag. Da wird landestypisch gekocht, musiziert, getanzt, in die eigene Sprache eingeführt, gebastelt oder es werden Riten und Gebräuche bzw. Glaubensrichtungen erläutert. „Fremde sind Freunde, die wir nur noch nicht kennen“, sagt Hourvash Pourkian, die „Switch"-Erfinderin. „Unser Ziel ist es, Toleranz und Verständnis für die Andersartigkeit aufzubauen und schon in der Kindheit die Neugierde für andere Kulturkreise und Menschen fremder Herkunft zu wecken“.
Die Träger des Anerkennungspreises
Die mit jeweils 10.000 Euro dotierten drei Anerkennungspreise gehen an folgende Projekte:
Das Institut Ampu-Vita e.V. in Hamburg ist Anlaufstelle für von Amputation bedrohte und amputationsbetroffene Menschen. Jährlich werden bundesweit rund 70.000 Amputationen von Gliedmaßen durchgeführt, davon 1.000 bei Kindern und Jugendlichen. Die Gründe sind in der Regel Unfälle, bösartige Tumorerkrankungen oder angeborene Fehlbildungen an Armen und Beinen. Da die jungen Betroffenen vor und nach einer Amputation nur wenig begleitet werden, reagieren viele Familien mit Isolation und Rückzug. Um dem entgegen zu wirken, macht der von Andrea Vogt-Bolm gegründete Verein seit Anfang 2007 mit dem Projekt AmpuKids ein bundesweit einmaliges Angebot. Unter dem Motto „Ich bin anders, aber stark“, gibt AmpuKids den Betroffenen ihr Selbstvertrauen zurück, leistet Aufklärungsarbeit in Kindergärten und Schulen zur Akzeptanz von Prothesen, organisiert integrative Bewegungs-, Freizeit- und Familienaktivitäten, vermittelt Kontakte zu Fachkliniken, medizinischen, physiotherapeutischen und orthopädietechnischen Spezialisten, führt Kurse, Seminare und Fachvorträge durch und fördert den Erfahrungsaustausch in Selbsthilfegruppen.
Seit Oktober 2007 verfolgt JuKi - Jugend für Kinder, eine selbstorganisierte Jugendgruppe aus Bietigheim-Bissingen, das Ziel, in sozialen Brennpunkten ihres näheren Umfeldes Kindern mit Migrationshintergrund den Einstieg in die Grundschule zu erleichtern. Die zehn Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen elf und 14 Jahren begeistern Zwei- bis Sechsjährige aus Zuwandererfamilien während der Schulferien in drei Kindertagesstätten für die deutsche Sprache. Die jungen Ehrenamtlichen lesen ihnen vor, basteln mit ihnen und schaffen Gesprächsanlässe, um Sprachdefizite auszugleichen. Sie haben eine „JuKi"-Bibliothek mit zweisprachigen Büchern und kreativen Spielen eingerichtet und übernehmen außerhalb der Ferien Patenschaften für besonders benachteiligte Kinder, was auch Hausaufgaben- und Nachhilfe einschließt. Alle Aktivitäten haben für „JuKi"-Initiatorin Julika Pfeiffer (14) nur ein Ziel: „Wir setzen uns für gleiche Bildungschancen für alle Kinder von Anfang an ein, unabhängig von ihrer Nationalität, ihrer Herkunft, ihrem Elternhaus und ihrem Wohnort“.
Dass Dollenchen, ein Ortsteil der Gemeinde Sallgast im Landkreis Elbe-Elster, im Jahre 2009 vom Land Brandenburg zur „familien- und kinderfreundlichen Gemeinde“ gekürt wurde, ist dem 2007 gegründeten Verein Kinderland Dollenchen e.V. zu verdanken. Mit dem Projekt „Lichtpunkte KILADO - Zeit für Kinder“ wurde für die knapp 50 Kinder und Jugendlichen des 260-Seelen-Dorfs, als Alternative zu den weitgehend kommerziellen Angeboten der mit öffentlichen Verkehrsmitteln schwer erreichbaren Nachbargemeinden, ein umfangreiches und kostenloses Freizeitangebot entwickelt. Dabei ziehen von Feuerwehr über Volkssolidarität bis zum Traditionsverein alle an einem Strang und unterstützen die 14 ehrenamtlich tätigen Vereinsmitglieder nach Kräften. Entstanden ist ein monatlich variierendes Angebot, das von einem breiten Sport- und Spieleprogramm über Holzarbeit- und Fahrradreparaturgruppen bis zu Ferienfreizeiten und Präventionsveranstaltungen reicht. Auch dörfliche Traditionen werden intensiv gepflegt und den jungen Menschen nahegebracht. „KILADO“ trägt Früchte. Der respektvolle Umgang zwischen den Generationen ist für junge Familien so attraktiv, dass Sallgast seit der Wende die einzige Gemeinde Brandenburgs ist, die keinen Bevölkerungsrückgang zu verzeichnen hat.
01.02.2010
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